Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte Mediziner Test

BU Versicherung Arzt

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte und Heilberufe im Test

Ärzte und Mediziner aller Fachrichtungen und Angehörige der Heilberufe benötigen wie Arbeitnehmer oder Selbständige eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Vorsorge für den Fall, dass sie ihrer Arbeit nicht bis zum Beginn des Ruhestands nachgehen können.

Für Ärzte und angestellt oder freiberuflich beschäftigte in Medizinerberufen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, da sie vor den finanziellen Folgen der Berufsunfähigkeit schützt. Der Berufsunfähigkeitsversicherung Test für Ärzte zeigt die besten Tarife im Vergleich der Stiftung Warentest und anderer Tester.

Grundsätzlich haben Ärzte, Mediziner oder Apotheker die Wahl, sich über den berufsständischen Versorgungswerk abzusichern oder eine private BU-Versicherung abzuschließen. Im Idealfall ergänzt man die berufsständische Vorsorge mit einer privaten Versicherung und profitiert so von einem umfassenden und bezahlbaren Schutz durch eine private Berufsunfähigkeitsrente bei Arbeitsunfähigkeit.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte sinnvolle Ergänzung

Wie viele andere Berufsgruppen sehen sich Ärzte der Herausforderung gegenüber, einerseits eine höhere Lebenserwartung zu haben und andererseits bis ins Alter arbeiten zu können oder zu müssen, um ihren Lebensstandard zu erhalten.

Mit zunehmendem Alter steigt aber auch die Gefahr, der ausgeübten ärztlichen oder heilberuflichen Tätigkeit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt nachgehen zu können. Deshalb müssen sich Ärzte unabhängig von der Fachrichtung frühzeitig gegen den Verlust der Arbeitskraft schützen.

  • Eine sinnvolle Ergänzung zur zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung der berufsständischen Versorgung ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Dieser Notwendigkeit sehen sich allgemeine Ärzte ebenso gegenüber wie Zahnärzte, Chirurgen oder Fachärzte aller Fakultäten sowie Tierärzte oder Apotheker. Der Vergleich von Preis und Leistung der Berufsunfähigkeitsversicherungen im Test der Stiftung Warentest etc. zeigt die besten Angebote am Markt.

Berufsständisches Versorgungswerk freier Heilberufe

Angestellte und niedergelassene Ärzte bzw. freiberufliche Mediziner können zwischen zwei Formen der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit wählen. Die berufsständische Vorsorge wird über das berufsständische Versorgungswerk geleistet. Sie greift, wenn eine 100-prozentige Berufsunfähigkeit für alle ärztlichen Tätigkeiten diagnostiziert wird.

Die Entscheidung, ob ein Mediziner zu 100 Prozent berufsunfähig ist, wird anhand von medizinischen Gutachten getroffen. Bei der berufsständischen Versorgung handelt es sich um eine berufsbezogene Erwerbsunfähigkeitsrente. Sie ist in etwa mit der Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung zu vergleichen, ist aber deutlich großzügiger bemessen.

Berufsunfähigkeit bei Ärzten und Anspruch auf Rente durch Versorgungswerk

So gilt bei den Versorgungswerken beispielsweise keine Wartezeit von fünf Jahren, wie sie bei der gesetzlichen Rentenversicherung gefordert ist. In aktuellen Gerichtsurteilen wurde die Voraussetzung der vollständigen Berufsunfähigkeit mehrfach präzisiert.

  • Sie ist nach gängiger Rechtsprechung definiert als die Unfähigkeit des Arztes, sein Existenzminimum aus seiner beruflichen Tätigkeit zu sichern

Kann ein Arzt oder Mediziner also nur noch zu 20 Prozent arbeiten und sichert er damit sein Existenzminimum nicht mehr ab, gilt er im Sinne des Versorgungswerks bereits als berufsunfähig. Die Aussage, nach der die berufsständische Versorgung nur greift, wenn der Mediziner zu 100 Prozent berufsunfähig ist und seiner ärztlichen Tätigkeit gar nicht mehr nachgehen kann, ist insofern zu detaillieren.

Private Rente durch Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung dient der Ergänzung der Absicherung. Sie greift bereits bei einem verminderten Arbeitsvermögen um 50 Prozent, außerdem wird bereits dann eine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt, wenn die versicherte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann.

Es steht dem Mediziner allerdings frei, eine andere Arbeit aufzunehmen oder sogar umzuschulen, wenn sein gesundheitlicher Zustand dies zulässt.

Gesundheitsprüfung zur BU Versicherung auch für Ärzte

Anders als bei der Absicherung durch die Versorgungswerke ist beim Abschluss einer privaten BU-Versicherung eine Gesundheitsprüfung durchzuführen. Wenn Mediziner bereits unter Vorerkrankungen leiden, wird es aufgrund der Risikoaufschläge schwierig werden, eine günstige BU-Versicherung abzuschließen.

Unabhängig davon gilt auch bei einer privaten BU-Versicherung die Maßgabe, mindestens eine Laufzeit bis zum vollendeten 66. Lebensjahr zu wählen. Im Idealfall schließt man sie sogar bis zum Beginn des regulären Rentenalters ab.

Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte: Alter und Höhe der Rente

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte leistet bereits, wenn die versicherte Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Beiträge richten sich nach der Höhe des Risikos des Versicherers, dass der Versicherte tatsächlich nicht mehr arbeiten kann und berufsunfähig wird.

Aus diesem Prinzip resultiert eine recht günstige Absicherung, wenn der Arzt in jungen Jahren einen Vertrag abschließt. Für einen 30 Jahre alten Mediziner sind die Kosten aus diesem Grund deutlich günstiger als die Beiträge für einen 40-jährigen Arzt. Vor Abschluss sollte jeder seine individuelle Berufsunfähigkeitsversicherung berechnen und vergleichen.

Außerdem spielt das versicherte Endalter eine große Rolle. Eine BU-Versicherung mit dem Endalter von 60 Jahren ist ebenfalls preiswerter als eine Absicherung bis zum 65. Lebensjahr oder bis zum Beginn des Renteneintritts.

Das liegt daran, dass der Versicherer sein Risiko als erheblich höher bewertet, wenn der Versicherte älter wird. An diesem potenziell höheren Risiko einer Berufsunfähigkeit wird er den Versicherten durch höhere Kosten beteiligen.

Beitrag und Leistungen der BU Versicherung für Ärzte im Vergleich

Von Bedeutung ist auch die versicherte Höhe der Berufsunfähigkeitsrente. Der Beitrag für eine BU-Rente von 1.500 Euro im Monat wird günstiger sein als die Prämie für eine Ersatzleistung über 2.500 Euro monatlich.

Zu berücksichtigen sind auch mögliche Risikozuschläge. Sie werden erhoben, wenn der Versicherte zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses Vorerkrankungen oder Risikofaktoren angibt.

Wurde in der Vergangenheit beispielsweise ein Bandscheibenvorfall festgestellt, war der Mediziner wegen Asthma oder wegen andauernden Erschöpfungszuständen in medizinischer Behandlung, muss er mit einer erheblichen Anhebung seines Beitrags rechnen.

Leistungseinschränkende Klauseln in der BU

Alternativ kann durch Klausel in der BU Versicherung ein Leistungsausschluss vereinbart werden. Geht beispielsweise eine Berufsunfähigkeit auf einen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses schon bekannten Bandscheibenvorfall zurück, kann dieser als Ursache für den Verlust der Arbeitskraft ausgeschlossen werden. Der Versicherer zahlt keine Rente, wenn der Versicherte aufgrund eines Bandscheibenvorfalles nicht mehr arbeiten kann.

Grundsätzlich gelten Ärzte zu den Berufsgruppen, die einen vergleichsweise günstigen BU-Schutz abschließen können. Das liegt daran, dass die Versicherer davon ausgehen, dass sich diese Berufsgruppe besonders gesundheitsbewusst verhält und sich weitgehend selbst medizinisch behandeln kann. Die BU-Beiträge für selbständige und angestellte Ärzte sind deshalb tendenziell etwas niedriger als für andere Berufsgruppen.

Test der Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Ein dedizierter Berufsunfähigkeitsversicherung Test für Ärzte wurde vom Deutschen Finanz-Service Institut im November 2013 veröffentlicht. Zum Testsieger wurde die Allianz Berufsunfähigkeitsversicherung mit der Note 1,31 gekürt, die WWK landete mit der Bewertung 1,44 auf dem zweiten Platz. Dahinter folgte der Volkswohl Bund mit der Note 1,5.

Die besten Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte im Test

Stiftung Warentest Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherung für Mediziner

Interessierte Mediziner können sich auf der Suche nach den besten BU-Policen auch an den großen Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich der Stiftung Warentest (Finanztest) orientieren.

Im BU Test (Finanztest 2013) wurde unter anderem eine 25 Jahre alte Arzthelferin als Musterkundin betrachtet. Für sie kommt die Aachen Münchener Berufsunfähigkeitsversicherung SBU als bestes Angebot in Frage.

Dieser BU-Tarif SBU für Mediziner wurde von Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt und erhielt für den Tarif SBU die Note 0,6 mit dem Prädikat „Sehr gut“. Auch die Europa ist empfehlenswert, sie erhielt für die SBU-Vorsorge Premium E-B1 ebenso wie die Hannoversche Lebensversicherung für die Comfort-BUZ Plus das Testurteil „Sehr gut“ mit der Note 0,6.

Auf den nächsten Plätzen landete die VHV mit dem SBU-Exklusiv VBS-Plus und die Familienfürsorge mit dem BUZ 10.2, Beide Tarife wurden mit dem Urteil „Sehr gut“ bewertet.

Stiftung Warentest weist außerdem darauf hin, dass die Höhe der BU-Rente zwischen dem besten und dem schwächsten Versicherer zwar identisch war, dass aber erhebliche Preisunterschiede zu verzeichnen waren. Deshalb ist der Vergleich auch der Berufsunfähigkeitsversicherung Testsieger für Ärzte sinnvoll.