Berufsunfähigkeitsversicherung Beratung – Ratgeber & Beratungsstellen

Das erwartet Sie in unserem BU-Ratgeber “Berufsunfähigkeitsversicherung Beratung”

  • Ratgeber, Tipps und Empfehlungen für Ihre Entscheidung: So ermitteln Sie Ihren Bedarf und finden die beste Lösung.
  • Kontakt zum Verbraucherschutz und zur Verbraucherzentrale mit kostenloser Beratung auch zur BU-Versicherung.
  • Worauf Sie bei der Entscheidungsfindung achten sollten und wie Sie einen guten Berater erkennen.
  • Kostenloser und unverbindlicher BU Rechner und Vergleich für den Marktüberblick. Auf Wunsch kostenlose Hilfe durch erfahrende Berater

Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose und unverbindliche Beratung durch einen Experten an oder lesen Sie weiter im BU-Ratgeber.

Beratung durch die Verbraucherzentrale Verbraucherschutz

Hier finden Sie die Testergebnisse der Stiftung Warentest / Finanztest zur Berufsunfähigkeitsversicherung und Dienstunfähigkeit bei Beamten. Die Testsieger im Vergleich:

Beste Berufsunfähigkeitsversicherung Test Stiftung Warentest

  • verbraucherzentrale.de :Die Verbraucherzentrale ist in 16 Bundesländern mit einer Niederlassung vertreten und macht sich für die Interessen der Verbraucher stark. Hier können Sie auch eine kostenlose Beratung rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung anfragen.
  • bundderversicherten.de Als eingetragener Verein macht sich der Bund der Versicherten e.V. (BdV) für die Interessen der Verbraucher gegenüber der Versicherungsbranche stark. Bereits viele Musterprozesse wurden im Interesse der Versicherten gegen Versicherungskonzerne geführt. Zugang zu einem Berater haben jedoch nur registrierte Mitglieder des Vereins.
  • test.de Stiftung Warentest testet im Auftrag der Verbraucher alle möglichen Produkte und Dienstleistungen. Über die Finanztest werden auch Versicherungs- und Finanzprodukte wie die BU-Versicherung untersucht und bewertet. Die Testergebnisse sollen Verbraucher eine Entscheidungshilfe bieten.

Statistik: Berufsunfähigkeit trifft jeden Vierten

Haben Sie schon einmal drüber nachgedacht, was passiert, wenn Sie Ihren derzeitigen Job nicht mehr ausüben können? Sei es aufgrund eines Burn-Out (Burnout-Syndrom), eines Unfalls oder einer anderen Ursache. Statistisch gesehen ist jeder vierte Beschäftigte von Berufsunfähigkeit betroffen. Das sind 25% aller Berufstätigen! Ursachen für Berufsunfähigkeit – Statistik

Den Lebensunterhalt bestreiten die meisten Menschen durch das Gehalt. Haben Sie eine Familie, die Sie ernähren müssen? Dann sollten Sie sich das Thema Absicherung der Berufsunfähigkeit sehr zu Herzen nehmen.

Berufsunfähig – was nun?

Sie denken da vielleicht gleich an den Staat, der Ihnen unter die Arme greift? Grundsätzlich stimmt das im Sozialstaat Deutschland auch, aber Ihre Bedürfnisse wird das nicht mehr decken. Im Zuge der vergangenen Reformen wurden die Bezüge aus der gesetzlichen Rentenklasse drastisch gekürzt und eingeschränkt:

  • die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente erhalten nur noch die Geburtenjahrgänge vor 1961
  • die deutlich geringere Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn Sie täglich weniger als drei Stunden arbeitsfähig sind und bereits 5 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben
Sowohl die Verbraucherzentralen als auch der Bund der Versicherung und die Stiftung Warentest empfehlen die BU-Versicherung als sinnvolle Absicherung der Arbeitskraft. Lesen Sie hier, weshalb eine private BU notwendig ist, um den finanziellen Abstieg zu vermeiden:

Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll

Welche Leistungen bekomme ich vom Staat, wenn ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann?

Der Staat leistet bei einer sogenannten Erwerbsunfähigkeit eine Erwerbsminderungsrente, welche einen bestimmten prozentualen Anteil am bisherigen Bruttoverdienst beträgt. Abhängig ist der Prozentsatz von der Zeit, die Sie noch arbeiten können.

  • Tipp: Oft wird die Minderungsrente mit der privaten Erwerbsunfähigkeitsrente verwechselt. Diese ist eine Leistung aus einer privaten Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Beispielhafte Berechnung der Rentenhöhe:

Beispielhaft gehen wir im Folgenden von einem Bruttogehalt von 3.000 Euro im Monat aus. Wie lange Sie noch arbeiten können, muss ein Arzt in einem Gutachten bewerten und im Attest festlegen.

Bei einer Beschäftigungsdauer von unter 3 Stunden am Tag erhalten Sie als staatliche Leistung 34 % Ihres Bruttoverdiensts (volle Erwerbsminderungsrente genannt). Vom Beispiel ausgehend beträgt dann die Erwerbsminderungsrente 1.020 Euro monatlich. Wer jetzt im Kopf mal kurz seine Ausgaben überschlägt, wird hier schon an seine Grenzen kommen.

Die privaten Versicherungen setzen die Höhe der monatlichen Kosten für eine BU nach bestimmten Kriterien fest. So kommen Beitrag und Leistungen zustande und wie Sie günstige und gute BU-Policen konfigurieren:

Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Wer hingehen noch 3 bis 6 Stunden arbeiten kann, erhält einen Prozentsatz in Höhe von 17 % (wird als halbe Erwerbsminderungsrente bezeichnet). Die Berechnungsgrundlage ist ebenso das Bruttogehalt. Wieder aufs Beispiel bezogen heißt das in Zahlen ausgedrückt 510 Euro monatlich.

Es kommt Ihnen der Gedanke auf, was wohl passiert, wenn Sie vielleicht doch noch über 6 Stunden arbeiten können? Das ist eine gute Frage, die der Staat mit “Dann fließen gar keine Leistungen aus der Erwerbsminderungsrente” beantwortet.

Sie sehen jetzt bestimmt schon, dass hier privat vorsorgen notwendig ist.

Die oben beschriebene Erwerbsminderungsrente ist eine gesetzliche Regelung. Die Berufsunfähigkeit an sich kann und sollte trotz dessen zusätzlich privat abgeschlossen werden.

Ermitteln Sie Ihre Einkommenslücke bei Berufsunfähigkeit und berechnen Sie Ihre individuelle BU-Versicherung. Etwa 60 bis 70 Prozent Ihres letzten Einkommens sollten Sie privat versichern. Je früher Sie anfangen, desto günstiger sind die Beiträge:

Berufsunfähigkeitsversicherung Rechner

Unterschied Berufsunfähigkeit Erwerbsunfähigkeit Erwerbsminderung

  • Erwerbsunfähig sind Beschäftigte, die über einen längeren Zeitraum von mindestens 6 Monaten nicht mehr in der Lage sind 3 Stunden oder mehr am Tag zu arbeiten
  • Berufsunfähig sind Berufstätige, die voraussichtlich über 6 Monate über 50 % ihre aktuellen Beruf nicht mehr ausüben können (Bestätigung durch Gutachten und Attest vom Arzt)

Schutz Erwerbsunfähigkeit Erwerbsminderung (kurz EU / EM):

  • staatliche Leistung in Form der Erwerbsminderungsrente
  • Grundabsicherung bei Erwerbsunfähigkeit
  • abstrakte Verweisung = der Staat schaut, ob Sie in einem anderen Job noch einsetzbar sind (dann gibt es unter Umständen gar keine Leistungen)
  • einige weitere Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Schutz gegen Berufsunfähigkeit (kurz BU):

  • privat abzuschließen über eine Versicherungsgesellschaft
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung (nur Ihr derzeitiger Beruf ist von Bedeutung)
  • von Ihnen festgelegte Höhe der monatlichen Zahlung im BU-Fall (wird auch Rente genannt, auch wenn Sie noch nicht im Rentenalter sind -Altersrente-)
  • umfassende Gesundheitsprüfung notwendig ( siehe auch Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen )

Dienstunfähigkeit bei Beamten

Wenn Beamte ihre Arbeit aufgrund andauernder Krankheit oder Verletzung nicht mehr verrichten können, spricht man von Dienstunfähigkeit. Da auch Staatsdiener gefährdet sind, durch Arbeitsunfähigkeit in finanzielle Not zu geraten, gibt es die spezielle Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte. Diese wird Dienstunfähigkeitsversicherung genannt und hat die sogenannte echte Dienstunfähigkeitsklausel.

Ruhestand oder Entlassung aus dem Dienst?

Stellt die amtsärztliche Prüfung eine dauernde Dienstunfähigkeit bei Beamten fest, können diese von ihrem Dienstherrn in den dauerhaften Ruhestand versetzt oder ganz ohne Bezüge entlassen werden. Im ersten Fall reicht das Ruhegehalt nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Im zweiten Fall stehen Beamtenanwärter und Referendare mit leeren Händen da.

Beratung für Beamte: Lesen Sie hier alles über die Regelungen, Voraussetzungen und Ausnahmen rund um die Dienstunfähigkeit bei Beamten, Beamtenanwärtern und Referendaren: Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte Vergleich

Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Absicherung der Berufsunfähigkeit erfolgt im Idealfall über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Leider wird nicht jeder Antragsteller von der Versicherung angenommen. Gründe können folgende sein:

  • bereits über 55 Jahre alt
  • Gesundheitsfragen und Gesundheitsprüfung ergeben ein zu hohes Risiko – Ablehnung!
  • Zu hoher Beitrag wegen Risikozuschlag

Folgende Alternativen bieten sich in diesem Fall zu einer BU-Versicherung:

Diese Fragen stellt Ihnen ein guter Berater zur BU

  •  Wie sieht Ihre derzeitige finanzielle, berufliche und private Lage aus?
  •  Welchen Zielen gehen Sie aktuell nach?
  •  Wie viel möchten Sie monatlich zur Verfügung haben, auch wenn eine Krankheit oder ein Unfall passiert?
  •  Was ist Ihnen bei der Absicherung Ihrer Arbeitskraft wichtig?
  •  Wie lange soll der Schutz garantiert sein?
  •  Führen Sie in Ihrer Freizeit ein besonders gefährliches Hobby aus?

Diese und weitere Fragen sind die Grundlage für jede BU-Beratung. Daran erkennen Sie einen fachkundigen Berater.

Ratgeber Berufsunfähigkeitsversicherung

Der erste Schritt hierbei ist also eine grobe Bestandsaufnahme. Vielleicht haben Sie ja schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die aber einfach nicht mehr passt und zu wenig absichert. Vielleicht weil sich Ihre Lebenssituation geändert hat? Folgende Gründe sprechen für eine Anpassung eines bestehenden Versicherungsvertrages:

  • Familie und Kinder müssen anders abgesichert werden – Höhere BU-Rente sinnvoll
  • Jobwechsel und höheres Einkommen Tipp: Anpassung der BU-Rente siehe Nachversicherungsgarantie
  • BU-Vertrag mit abstrakter Verweisung Tipp: Wechsel in BU ohne abstrakte Verweisung

Risokogruppen bestimmen die Höhe der BU-Kosten

Einerseits aus dem Beruf, den Sie derzeit ausüben. Die Versicherer haben bestimmte Risikostufen, in der sie eine Tätigkeit einstufen. Daraus erstellen die Unternehmen ein Ranking aus Buchstaben (A, A+, B, …). Je nachdem wie “gefährlich” Ihr Beruf eingestuft ist, desto höher ist automatisch der monatliche Beitrag für die BU-Versicherung.

Ratgeber BU Versicherung

Verbraucherzentrale und Verbraucherschützer beraten zur BU Versicherung

Das Alter und der Gesundheitszustand

Ein weiterer Faktor ist Ihr Einstiegsalter und eben auch Ihr Gesundheitsstand. Umfassende Fragen zur Gesundheit, sowie Ihren Vorerkrankungen sind unbedingt wahrheitsgetreu zu beantworten. Es kann sonst zu einer Nichtzahlung im BU-Fall kommen. Haben Sie beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion kann es passieren, dass dieses Organ dann eben mit allen Folgeschäden ausgeschlossen wird.

Ablehnung oder Risikozuschlag

Manche schwerwiegende Erkrankungen (z.B. Krebs, starke psychische Probleme, …) oder Behinderungen können von Anfang an zu einer Ablehnung führen. Wer jünger in die BU einzahlt, hat auf die Laufzeit gesehen, eine niedrigere Belastung und hoffentlich einen besseren Gesundheitsstand.

Ebenso spielt bei der Höhe der Versicherungsprämie der Body-Maß-Index eine entscheidende Rolle. Wer zu schwer für seine Größe ist, kann abgelehnt oder sehr teuer eingestuft werden. Ebenso wird bei vielen Versicherungsunternehmen nach Raucher oder Nichtrauchen gefragt, um sich ein Bild zur Lebensweise machen zu können.

Dauer der BU Versicherung

Eine weitere Frage ist die Dauer der Absicherung. Normalerweise sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung bis zum Eintritt in das Rentenalter laufen, welches derzeit bei 67 liegt. Um den Preis etwas zu drücken, bieten viele auch Laufzeiten bis z.B. dem 60. Lebensjahr an, da in dem Alter ein BU-Fall deutlich besser zu verkraften wäre, als mit beispielsweise 40.

Welche Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Zuerst sollten Sie für sich selber folgende Rechnung vornehmen:

  • monatliches Nettogehalt * 12 * die Jahre, die Sie voraussichtlich noch arbeiten werden

Was kommt da bei Ihnen raus?

Bei jüngeren Leuten meistens ein Betrag um die Millionen Euro. Hierdurch sehen Sie, wie viel Ihre Arbeitskraft überhaupt wert ist.

Im zweiten Schritt ziehen Sie Ihrem Bruttoeinkommen einfach mal die volle Erwerbsminderungsrente ab. In unserem Beispiel würde das dann heißen:

  • 3.000 Euro – 1.020 Euro = 1.980 Euro Versorgungslücke

Diese Lücke sollten Sie also ungefähr füllen mit dem Abschluss einer BU-Versicherung. Wenn Sie sich die 1.980 Euro nicht leisten können, da der Versicherungsbeitrag hier bei bestimmt 100 Euro monatlich liegen kann, sichern Sie eben weniger ab.

Wichtig ist nur, dass Sie sich und Ihre so wichtige Arbeitskraft absichern. Wer kann in der heutigen, schnelllebigen Zeit ein Burn-Out oder eine dauerhafte Depression ausschließen?

Berufsunfähigkeitsversicherung – wo beraten lassen?

Die Verbraucherzentrale, Verbraucherschützer wie der “Bund der Versicherten e.V.”, die Stiftung Warentest (Finanztest) sowie Banken und Versicherungen mit deren Versicherungsmaklern bieten kostenlose Beratungen an. Die Adressen und der Online Kontakt zu den Beratungsstellen finden Sie oben.

Selbstständige und unabhängige Versicherungsberater verlangen ein bestimmtes Honorar für ihre Beratung. Sie erhalten keine Prämien oder Provisionen wie übliche Versicherungsvermittler.  Dafür können Sie sicher sein, dass Sie bei Honorarberatern unabhängig und objektiv beraten werden.

Wo auch immer Sie sich beraten lassen, alle BU-Berater müssen vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eine EU-Dokumentation vornehmen, damit bei der recht komplizierten Versicherung nichts vergessen wird und Sie eine faire Empfehlung anhand Ihrer vorher genannten Angaben erhalten.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung schützt Sie vor finanziellen Engpässen bei dem Verlust Ihrer Arbeitskraft und kann vor allem für Familien essentiell wichtig sein. Manche Tarife bieten Ihnen sogar ein Geld-Zurück-Effekt bei Ablauf. Dabei handelt es sich um eine BUZ Versicherung, die mit einer Rentenversicherung oder kapitalbildenden Lebensversicherung gekoppelt ist.