Berufsunfähigkeitsrente

Berufsunfähigkeitsrente

Berufsunfähigkeitsrente 2017

Die Berufsunfähigkeitsrente ist die wichtigste Leistung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie wird in den meisten Fällen aber einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung in Höhe von mindestens 50 Prozent ausgezahlt und kann individuell mit dem Versicherer vereinbart werden.

Voraussetzung für die Auszahlung der BU-Rente ist die Tatsache, dass die genannte Beeinträchtigung über einen bestimmten Zeitraum, den so genannten Prognosezeitraum, besteht. Dieser sollte daher möglichst kurzfristig und nicht länger als sechs Monate vereinbart werden. Ein Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente besteht nicht.

Keine staatliche Berufsunfähigkeitsrente mehr!

Seit dem 31.12.2000 gibt es keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Diese wurde ersetzt durch die Erwerbsminderungsrente (Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung).

Deshalb empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Berufsunfähigkeitsrente in persönlich benötigter Höhe, um die Versorgungslücke im Ernstfall zu schliessen. Je früher, eine BU Versicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind die Beiträge.

Berufsunfähigkeitsrente bei Berufsunfähigkeit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung wird abgeschlossen, um die finanziellen Einbußen im Falle einer Berufsunfähigkeit auszugleichen. Die Auszahlung des versicherten Rentenbetrages erfolgt in aller Regel, wenn vom behandelnden Arzt eine Berufsunfähigkeit von mindestens 50 Prozent festgestellt wird.

Mit diesem ärztlichen Attest kann dann bei der jeweiligen Versicherung der Antrag auf Auszahlung der BU Rente gestellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Berufsunfähigkeit für einen bestimmten Zeitraum anhält. In den meisten Verträgen wird hierbei ein Prognosezeitraum von sechs Monaten vereinbart.

Stellt der Arzt also fest, dass die vorhandenen körperlichen Beeinträchtigungen länger als sechs Monate andauern werden, wird die Versicherung in aller Regel die Auszahlung der Rente befürworten.

Verweisungsklausel wichtig für Auszahlung der BU-Rente

Vor der Auszahlung der BU Rente wird die Versicherung allerdings die in ihren Verträgen enthaltene Verweisungsklausel prüfen. Hat der Versicherer nicht auf die abstrakte Verweisung verzichtet, besteht das Recht, den Versicherten nun in einen anderen, weniger körperlich anstrengenden Beruf zu verweisen und die Rentenzahlung zu verweigern.

Die Stiftung Warentest sowie die Finanztest weisen in ihrem BU Test daher immer wieder darauf hin, auf den Verzicht zur Verweisung zu achten. In diesem Fall wird die Rente gezahlt, wenn eine Weiterbeschäftigung im versicherten Beruf unmöglich ist. Ob eine anderweitige Beschäftigung aufgenommen werden kann, wird dann nicht mehr geprüft.

Die optimale Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung steht häufig die Frage nach der Höhe der BU Rente. Diese sollte natürlich so hoch wie möglich ausfallen, um alle Zahlungen abdecken zu können. Mit steigender Rente steigt jedoch auch der BU Beitrag. Daher ist es ratsam, die notwendige Höhe genau zu prüfen, um optimal abgesichert zu sein.

Idealer Weise wird eine Absicherung in Höhe von 75-80 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens vereinbart, denn so können die Miete, anfallende Kreditraten, Nebenkosten und die Lebenshaltung bequem finanziert werden. Bei hohen Kreditbelastungen kann sogar eine entsprechend höhere Absicherung angeraten sein. Im Zweifel kann man die Berufsunfähigkeitsrente der BU-Versicherung hier berechnen

Berufsunfähigkeitsversicherung mit Nachversicherungsgarantie

Eine BU Versicherung wird in der Regel für einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten abgeschlossen. Kaum jemand weiß heute, wie sich das eigene Einkommen entwickelt und welche Überraschungen das Leben bietet.

Aus diesem Grund empfehlen die Experten von Finanztest, auch bei der BU die Flexibilität zu wahren und eine Nachversicherungsgarantie zu vereinbaren. Mit ihr kann die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente bei bestimmten Ereignissen wie einer Hochzeit oder der Geburt eines Kindes angepasst und ohne erneute Gesundheitsfragen erhöht werden.

Ebenso sinnvoll ist nach Ansicht der Experten die Dynamik, die in viele Verträge integriert werden kann. Mit ihr steigt die monatliche Rente um drei bis fünf Prozent jährlich und passt sich so der vorherrschenden Inflation an. Auch wenn die BU Rente erst nach zehn oder 20 Jahren beansprucht wird, ist sie demnach trotzdem ausreichend.

Weitere Quellen rund um die Berufsunfähigkeitsrente: