Erwerbsminderungsrente

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie wurde 2001 mit der Abschaffung der bis dahin geltenden gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung eingeführt. Sie kann nur noch dann in Anspruch genommen werden, wenn Betroffene vor dem 02. Januar 1961 geboren wurden. Die Erwerbsminderungsrente jedoch hat erhebliche Nachteile gegenüber der BU-Rente, denn die Höhe der Zahlung ist nur sehr gering, sondern es besteht auch ein grundlegendes Recht, Betroffene in andere Berufe zu verweisen.

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente

Menschen, die in Deutschland ihren Beruf nicht mehr ausüben können, sind im Rahmen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente abgesichert. Sie übernimmt allerdings nur einen geringen Lohnanteil von maximal 30 Prozent. Dieser jedoch wird nur dann gezahlt, wenn eine volle Erwerbsminderung vorliegt und Betroffene weniger als drei Stunden täglich arbeiten können. Andernfalls wird nur die halbe Erwerbsminderungsrente überwiesen. Sie beträgt etwa 15 Prozent des bisherigen Bruttoeinkommens und ist daher für die Finanzierung des Lebensunterhalts nicht ausreichend. Hinzu kommt, dass statistisch gesehen nur etwa jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente überhaupt genehmigt wird. Ein privater Versicherungsschutz ist daher enorm wichtig, um in diesen Situationen nicht auf Sozialhilfe zurückgreifen zu müssen.

Voraussetzungen zum Erhalt der Erwerbsminderungsrente

Um die gesetzliche Erwerbsminderungsrente zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dies ist zum einen eine mindestens fünfjährige Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenkasse. Viele Selbstständige, aber auch Studenten und Auszubildende können diese Voraussetzung nicht erfüllen und erhalten im Ernstfall daher keine Erwerbsminderungsrente. Zudem muss die vorhandene Arbeitskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken sein und kann auch nicht mit Rehabilitationsmaßnahmen wieder hergeführt werden. Diese Voraussetzungen gelten für die halbe Erwerbsminderungsrente. Um die volle Erwerbsminderungsrente zu erhalten, muss die vorhandene Arbeitskraft auf weniger als drei Stunden täglich sinken. Auch dann, wenn keine anderweitige Anstellung am Arbeitsmarkt gefunden werden kann, besteht ein entsprechender Versicherungsanspruch.

Antrag auf Erwerbsminderungsrente

Sind die oben genannten Anforderungen erfüllt, kann die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nun beantragt werden. Hierzu muss die Erwerbsunfähigkeit allerdings von einem Arzt bestätigt werden. Nur dann, wenn der Arzt anhand der Krankenakte und einer ausführlichen Untersuchung feststellt, dass tatsächlich keine Weiterbeschäftigung in irgendeinem Beruf möglich ist, kann der Antrag weiter bearbeitet werden. Da die gesetzliche Rentenversicherung jedoch ein uneingeschränktes Verweisungsrecht besitzt, ist es nur schwer möglich, eine generelle Erwerbsminderung geltend zu machen. Viele Anträge werden abgelehnt, da die Sachbearbeiter es als möglich erachten, am Arbeitsmarkt tätig zu werden.

Private Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt Erwerbsminderungsrente

Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ermöglicht zwar ein Einkommen trotz Erwerbsminderung, einen tatsächlichen Schutz vor dem finanziellen Ruin bietet sie jedoch nicht. Wie in zahlreichen Tests und Auswertungen von Stiftung Warentest und anderen renommierten Wirtschaftsmagazinen aufgezeigt wird, sollte daher jeder Bürger im arbeitsfähigen Alter privat vorsorgen. So ist die Berufsunfähigkeitsversicherung laut Stiftung Warentest durchaus sinnvoll.

Möglich ist dies mit einer Berufsunfähigkeitsrente über eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die eine monatlich fest vereinbarte BU-Rente übernimmt und auf die Verweisung in andere Berufe verzichtet. Mit ihr können Betroffene trotz beruflicher Einschränkungen ihr bisheriges Leben fortführen und allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Entsprechende BU Verträge für Selbstständige, Angestellte, Studenten und Beamte finden Interessierte im BU-Versicherung Test Vergleich der Stiftung Warentest, die die jeweils besten Verträge ausgezeichnet hat.

Weitere Quellen rund um die Erwerbsunfähigkeitsrente: