Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich

  • Lehnt die Versicherung Ihren Antrag ab oder verlangt zu hohe Risikozuschläge, haben Sie folgende gute Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Eine BU-Versicherung ist der beste Schutz gegen Einkommensverlust. Trotzdem ist eine Alternative besser als keine Absicherung
  • Die beste Alternative zur BU ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung
  • Weitere Möglichkeiten zur Auswahl sind: Grundfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung (Invaliditätsversicherung), Dread-Disease-Versicherung, Multi-Risk-Versicherung, Existenzschutzversicherung
  • Wir stellen Ihnen die besten alternativen Absicherungen im Vergleich vor

BU Alternativen im Vergleich

PrioritätAlternativewann sinnvoll
1.Erwerbsunfähigkeitsversicherung EUwenn keine BU möglich
2.Dread-Disease-Versicherungwenn keine BU und keine EU möglich
3.Grundfähigkeitsversicherungwenn keine BU und keine EU möglich
4.Unfallversicherungwenn keine BU und keine EU möglich
5.Multi-Risk-Versicherungwenn keine BU und keine EU möglich
6.Existenzschutzversicherungwenn keine BU und keine EU möglich
7.Invaliditätsversicherungwenn keine BU und keine EU möglich

Fordern Sie hier eine für Sie günstige und passende Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich – kostenlos und unverbindlich!


Erwerbsunfähigkeitsversicherung als Alternative zur BU

Bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um eine private Versicherung, die eine Erwerbsunfähigkeitsrente zahlt, sofern der Versicherte weniger als 3 Stunden pro Tag erwerbsfähig ist. Als Voraussetzung gelten die Bedingungen zur Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung.

Unterschied zur Berufsunfähigkeit

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sieht die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente vor, wenn der Versicherte seiner zuletzt ausgeübten beruflichen Tätigkeit höchstens noch zu 50 Prozent nachgehen kann. Versichert ist also der letzte Beruf, den der Versicherte vor seiner Erkrankung und der ärztlich festgestellten Berufsunfähigkeit ausgeführt hat.

  • Ein Anspruch auf eine EU-Rente besteht hingegen, wenn der Versicherte höchstens drei Stunden pro Tag arbeitsfähig ist, wobei die Tätigkeit keine Rolle spielt.

Der Versicherer kann verlangen, dass der Versicherte eine beliebige Tätigkeit übernimmt, selbst wenn er dadurch deutlich weniger verdient als zuvor. Der Schutz aus einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist also stärker eingeschränkt als in der SBU.

Höhe der Erwerbsunfähigkeitsrente

Der Versicherte vereinbart mit seiner Gesellschaft eine monatliche EU-Rente. Diese sollte sich an seinem Nettoeinkommen orientieren, um im Leistungsfall eine angemessene Absicherung des bisherigen Lebensstandards sicherzustellen.

Allerdings haben die meisten Versicherer spezifische Regelungen hinsichtlich der maximalen Höhe der zu versichernden EU-Rente. Meist ist diese auf 1.000 Euro im Monat beschränkt. Diese sollte man vor dem Abschluss des Vertrags klären.

Alles Wissenswerte rund um die Voraussetzungen, den Antrag und die Höhe der Erwerbsunfähigkeitsrente:

Erwerbsunfähigkeitsrente

Kosten der Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Die Kosten für den Versicherungsschutz hängen unter anderem von der Höhe der vereinbarten Rente und vom Alter des Versicherten ab. Je geringer die versicherte Rente, desto geringer ist der Beitrag. Außerdem steigt der Beitrag mit dem Eintrittsalter des Versicherten.

  • Deshalb ist ein frühzeitiger Vertragsabschluss zu empfehlen. Hat der Versicherte Vorerkrankungen, können diese zu einem Risikozuschlag führen, die den Beitrag ebenfalls in die Höhe treiben.

Risikoprüfung und Gesundheitsfragen in der EU-Versicherung

Bevor der Versicherer einen Antrag annimmt, führt er eine Risikoprüfung durch. Dazu sind im Antrag Gesundheitsfragen aufgeführt, die der Antragsteller vollständig und wahrheitsgemäß beantworten sollte.

  • Falsche oder fehlerhafte Angaben können später im schlimmsten Fall zu einer Ablehnung einer Leistung oder zu einem Rücktritt vom Vertrag durch den Versicherer führen.

Wer die Gesundheitsfragen nicht allein beantworten kann, sollte seinen Arzt zu Vorerkrankungen befragen und bei Bedarf Arztberichte anfordern.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist beste Alternative zur BU

Als die beste Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung wird nach Meinung von Verbraucherschützern, der Stiftung Warentest und anderen Experten die Erwerbsunfähigkeitsversicherung empfohlen. Eine EU-Versicherung ist besser als keine Absicherung, meint auch die Verbraucherzentrale.

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Die EU-Versicherung ist als Alternative zur BU-Versicherung vor allem für Menschen zu empfehlen, die entweder keine oder eine sehr teure BU-Versicherung erhalten. Dazu gehören häufig Selbstständige, aber auch Menschen mit Vorerkrankungen, die zu einem enormen Risikozuschlag führen würden.

Erwerbstätige in Risikoberufen haben ebenfalls häufig Schwierigkeiten, eine bezahlbare BU-Versicherung zu finden. Für diese Personengruppe ist eine EU-Versicherung als Alternative ebenso zu empfehlen.

Nach wie vor stellt die private Berufsunfähigkeitsversicherung die beste Möglichkeit der Absicherung dar. Schließen Sie deshalb möglichst früh einen Vertrag ab. So haben Sie die größte Chance Kosten zu sparen und die Ablehnung zu vermeiden:


Unfallversicherung als Alternative zur BU

Die Unfallversicherung sieht eine Leistung vor, wenn dem Versicherten ein Unfall geschieht und dieser zu einem bleibenden körperlichen Schaden führt. Der Unfallbegriff ist vor diesem Hintergrund eng gefasst. Insbesondere deckt diese Versicherung keine Schäden ab, die nur vorübergehend sind wie zum Beispiel einen Arm- oder Beinbruch durch einen Sturz auf Glatteis.

  • In der Regel bietet eine Unfallversicherung keine vergleichbare Absicherung wie die BU-Versicherung, da sie nur in genau definierten Fällen leistet und keine Erkrankungen absichert.
  • Wer allerdings keine BU-Versicherung erhält, weil gesundheitliche oder berufliche Risikofaktoren bestehen und auch keine EU-Versicherung abschließen will, kann alternativ eine gute Unfallversicherung als Ersatz wählen.

Vergleich zur Berufsunfähigkeit

Eine Leistung aus der Unfallversicherung wird gewährt, wenn die körperliche Beeinträchtigung – auch als Invalidität bezeichnet – dauerhaft ist. Das ist analog zur Berufsunfähigkeitsversicherung.

Die voraussichtliche Dauer muss mit einem Zeitraum von über drei Jahren angenommen sein, wobei keine Besserung zu erwarten sein darf. Hier unterscheidet sich die Unfallversicherung von der BU-Versicherung. Je nach Tarif und Anbieter sieht die BU einen Prognosezeitraum von drei bis drei Jahren vor.

An den Begriff „Unfall“ sind bei dieser Versicherung strenge Voraussetzungen geknüpft. Bei einem Unfall handelt es sich demnach nur, wenn ein Ereignis plötzlich von außen auf den Körper einwirkt.

Die Leistung der Unfallversicherung besteht aus einer Einmalzahlung, wenn der Versicherte durch seinen Unfall auf Dauer invalide ist. Konkret wird diese Zahlung als Invaliditätsleistung bezeichnet. Weitere Leistungen können sein:

  • Verletzungsgeld,
  • Unfalltagegeld,
  • Unfall-Krankenhaustagegeld,
  • Genesungsgeld,
  • Todesfallleistung,
  • Bergungskosten,
  • Kurbeihilfe, kosmetische plastische Operationen,
  • Rehabilitation

Wann zahlt die Unfallversicherung?

Gezahlt wird die vereinbarte Versicherungssumme, sie wird auch als Grundinvaliditätssumme bezeichnet. Allerdings entspricht die Höhe der Leistung der Schwere der Invalidität.

  • Wichtig ist, dass die Versicherung bereits ab einem Invaliditätsgrad von einem Prozent leistet.

Da die Versicherungsleistung als Einmalzahlung erfolgt, kann eine Versicherungssumme in Höhe von mehreren 100.000 Euro sinnvoll sein. Dadurch wird schon bei einer geringen Invalidität ein angemessener Betrag gezahlt.

Mit einer Progression ist sichergestellt, dass bei einer Vollinvalidität die doppelte oder dreifache Versicherungssumme gezahlt wird. Zusätzlich zur Einmalzahlung kann auch eine monatliche Unfallrente vereinbart werden. Die Voraussetzungen für die Zahlung entsprechen denjenigen der Einmalleistung.

Die Kosten für die Unfallversicherung hängen vor allem von der vereinbarten Invaliditätssumme und einer vereinbarten Progression ab. Außerdem bestimmt der Leistungsumfang den Beitrag.

Risikoprüfung und Gesundheitsfragen in der Unfallversicherung

Ob bei einem Antrag für eine Unfallversicherung Gesundheitsfragen zu beantworten sind oder nicht, hängt sehr vom Versicherer ab.

Einige Gesellschaften verzichten vollständig auf eine Risikoprüfung, andere Anbieter gehen sehr in die Details und fordern eine ausführliche Stellungnahme, bevor der Antrag angenommen wird.

Sofern Gesundheitsfragen zu beantworten sind, muss dies wahrheitsgemäß und vollständig geschehen. Anderenfalls kann der Versicherer die Leistung verweigern.


Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur BU

Die Grundfähigkeitsversicherung ist eine Absicherung gegen den Verlust von wichtigen und grundlegenden geistigen oder körperlichen Fähigkeiten wie zum Beispiel Hören oder Sehen. Im Versicherungsfall zahlt die Gesellschaft eine Rente wegen Verlustes der Grundfähigkeiten.

Die Grundfähigkeitsversicherung dient nicht in erster Linie der Absicherung der Arbeitskraft und ist deshalb auch nur eingeschränkt als Alternative zur BU-Versicherung geeignet. Außerdem bietet sie finanzielle Existenzsicherung nur bei Verlust von definierten elementaren körperlichen oder geistigen Fähigkeiten versichert.

Psychische Erkrankungen sind in der Grundfähigkeitsversicherung häufig gar nicht versichert, obwohl sie eine wichtige Ursache für den Verlust der Arbeitskraft darstellen. Siehe dazu die BU Statistik

Trotzdem kann die Grundfähigkeitsversicherung eine Alternative sein, wenn eine BU-Versicherung zu teuer ist oder für Risikogruppen nicht in Frage kommt.

Alle Informationen rund um die Grundfähigkeitsversicherung und wann sie für wen sinnvoll ist:

Grundfähigkeitsversicherung statt BU

Die Versicherung zahlt, wenn eine der versicherten Grundfähigkeiten verloren geht. Wie viele körperliche oder geistige Fähigkeiten verloren sein müssen, ist bei jedem Versicherer unterschiedlich geregelt.

Außerdem gibt es erhebliche Unterschiede, wann und ab welchem Grad eine der versicherten Grundfähigkeiten als verloren anerkannt ist. Somit ist es wichtig, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen, bevor Sie einen Vertrag abschließt.

Folgende Grundfähigkeiten können versichert werden:

  • Sehen
  • Hören
  • Sprechen
  • Denkfähigkeit
  • Gehen
  • Stehen
  • Sitzen
  • Hände und Arme benutzen
  • Füße und Beine benutzen

Die Ursache spielt für den Eintritt des Versicherungsfalls keine Rolle. Ebenfalls ist unerheblich, ob der Versicherte noch weiterhin einer beruflichen Tätigkeit nachgehen kann und damit sein Einkommen ganz oder teilweise selbst bestreiten kann.

Kosten und Risikoprüfung der Grundfähigkeitsversicherung

Bevor der Versicherer den Antrag annimmt, führt er eine Risikoprüfung durch. Dazu sind im Antrag Gesundheitsfragen zu beantworten, die je nach Versicherer unterschiedlich umfangreich sind.

  • Auch die Eingruppierung in Risikoklassen von Beruf und Hobbys entscheiden über die Höhe der Kosten und die Annahme oder Ablehnung des Antrags.

Wie bei der BU-Versicherung ist auch bei der Grundfähigkeitsversicherung darauf zu achten, die Fragen vollständig und korrekt zu beantworten, da der Versicherer anderenfalls die Leistung verweigern kann.


Dread-Disease-Versicherung als Alternative zur BU

Die Dread-Disease-Versicherung ist eine Absicherung gegen schwere Krankheiten. Sie wird deshalb im deutschen Sprachgebrauch auch als Schwere-Krankheiten-Versicherung bezeichnet.

Sie leistet, wenn eine der versicherten Erkrankungen eintritt, wobei in der Regel ein bestimmtes Ausmaß der Erkrankung festgestellt sein muss. Die Leistung erfolgt als Einmalzahlung, der Versicherte kann über das Geld nach Belieben verfügen.

Als vollwertiger Ersatz für eine BU-Versicherung ist die Dread-Disease-Versicherung kaum geeignet. Sie bietet einen geringeren Schutz, weil nicht alle Ursachen für den Verlust der Arbeitskraft in vollem Umfang abgesichert sind.

  • Trotzdem ist die Dread-Disease-Versicherung eine sinnvolle Alternative, wenn Sie keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können

Allerdings kann die Schwere-Krankheiten-Versicherung eine Alternative sein für Menschen, die keine BU-Versicherung bekommen und auch keine Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhalten würde. Die Dread Desease-Versicherung bietet dann wenigstens einen Mindestumfang an Schutz, wenn eine schwere Erkrankung festgestellt wird.

Dread-Disease-Versicherung oder BU-Versicherung?

Die Dread-Disease-Versicherung zahlt, sofern eine der versicherten Erkrankungen in einem bestimmten Grad eintritt. Damit kann ein Teil des entfallenden Einkommens aufgefangen werden. Auch eine teure Behandlung oder der krankheits- und behindertengerechte Umbau einer Immobilie kann damit finanziert werden.

Im Unterschied zur BU-Versicherung sind keine psychischen Erkrankungen oder Erkrankungen des Skelett-Apparats versichert, die häufige Ursachen für den Verlust der Arbeitskraft ausmachen. Für den Eintritt des Versicherungsfalls spielt es keine Rolle, ob der Versicherte noch arbeiten kann.

Bei der Dread-Disease-Versicherung wird eine Einmalzahlung geleistet. Die Höhe der Zahlung hängt von der vereinbarten Höhe der Versicherungssumme ab. Je höher die Leistung gewählt wird, desto höher ist der monatliche Beitrag.

Kosten der Dread-Disease-Versicherung

Die Höhe der monatlichen Kosten ist abhängig von der Gesundheit und vom Alter des Versicherten. Dabei gilt wie bei der BU-Versicherung die Maßgabe, dass junge und gesunde Versicherte einen geringeren Beitrag zu zahlen haben.

  • Außerdem ist die Höhe der Versicherungssumme entscheidend für die Kosten. Je höher die Versicherungssumme ist, desto höher ist auch der Beitrag.

Vor der Annahme des Antrags ist eine Risikoprüfung nötig. Das bedeutet, dass die Gesundheitsfragen im Antrag auszufüllen sind, die Angaben müssen wahrheitsgemäß und lückenlos gemacht werden.


Existenzschutzversicherung als Alternative zur BU

Bei einer Existenzschutzversicherung handelt es sich um eine Kombination aus einer Unfallversicherung und einer Dread Disease-Versicherung. Diese noch recht neue Form der Absicherung wird bisher noch von wenigen Versicherern angeboten.

Sie setzt sich meist aus verschiedenen Bausteinen zusammen, der Umfang ist bei jedem Anbieter etwas unterschiedlich. In der Regel wird bei Eintritt des Versicherungsfalls eine Grundfähigkeitsrente, eine Pflegerente, eine Organrente oder eine Unfallrente gezahlt. Optional kommt manchmal eine Krebsrente hinzu.

Die Existenzschutzversicherung ist vor allem für Handwerker, oder für Berufstätige mit einem hohen Anteil an körperlichen und riskanten Tätigkeiten interessant wie zum Beispiel:

  • Schreiner und Tischler
  • Schornsteinfeger
  • Metzger
  • Gerüstbau

die lediglich eine zu teure BU-Versicherung abschließen könnten. Interessant als Alternative auch für alle, die von der Berufsunfähigkeitsversicherung abgelehnt wurden.

Diese Versicherten erhalten mit der Existenzschutzversicherung zwar einen weniger umfassenden Schutz. Dafür sind aber auch die Beiträge weitaus günstiger.

Einige Versicherer bieten die Option an, die Existenzschutzversicherung nach einiger Zeit in eine BU-Versicherung umzuwandeln, eine erneute Gesundheitsprüfung ist dazu meist nicht erforderlich. Diese Option macht die Versicherung für Handwerker noch attraktiver.

Wann und in welche Höhe zahlt die Existenzschhutzversicherung?

Eine Leistung wird erbracht, wenn die Voraussetzungen für den jeweiligen Baustein im Tarif erfüllt sind.

  • Für die Grundfähigkeitsrente muss eine der Grundfähigkeiten dauerhaft verloren sein. Dazu gehören das Sprechen, das Sehen, das Hören und die Fähigkeit zur Orientierung.
  • Die Pflegerente wird gezahlt, wenn mindestens der Pflegegrad 2 erteilt wird. Bei manchen Versicherern ist eine Einmalzahlung bereits bei Pflegegrad 1 vorgesehen.
  • Eine Organrente wird gewährt, wenn ein wichtiges inneres Organ wie die Lunge oder das Herz geschädigt werden.
  • Voraussetzung für die Zahlung einer Unfallrente ist eine festgestellte Invalidität von 50 Prozent mindestens.

Im Versicherungsfall wird die vereinbarte Rente gezahlt. Sie kann zwischen 250 Euro und höchstens 3.500 Euro pro Monat vereinbart werden.

Hinzu kommen optional verschiedene Zusatzleistungen wie eine Einmalzahlung im Todesfall. Eine dynamische Anpassung der Rente kann häufig vereinbart werden, damit steigt die Rentenzahlung in einem festgelegten Zeitraum.

Kosten der Existenzschutzversicherung

Die Höhe des Beitrags hängt vom Alter des Versicherten, von der vereinbarten Höhe der Rente, von den optionalen Zusatzleistungen und von der Länge der Zahlungsdauer ab. Der Beruf hingegen hat kaum Einfluss auf die Kosten, und auch das Einkommen spielt nur eine untergeordnete Rolle.

  • Da das Alter den Beitrag maßgeblich bestimmt, lohnt es sich, einen Vertrag so früh wie möglich abzuschließen.

Die Risikoprüfung ist bei der Existenzschutzversicherung im Vergleich zur BU-Versicherung meist weniger umfassend. Zwar sind häufig auch einige Gesundheitsfragen zu beantworten, allerdings sind diese nicht so umfangreich wie bei einer BU-Versicherung. Trotzdem kann es bei einigen Vorerkrankungen zu Risikozuschlägen oder sogar zu einer Antragsablehnung kommen.


Invaliditätsversicherung als Alternative zur BU

Eine Invaliditätsversicherung leistet eine Einmalzahlung, wenn eine Invalidität festgestellt wird. Alternativ kann eine lebenslange Rente pro Monat gezahlt werden. Diese Versicherung ist vor allem für Menschen interessant, die bei Invalidität keine staatliche Leistung erhalten würden wie zum Beispiel die Rente der Berufsgenossenschaft bei einer beruflich bedingten Invalidität.

Eine Invaliditätsversicherung ähnelt der Unfallversicherung, wobei der Versicherungsfall allerdings nicht den strengen Unfallbegriff voraussetzt. Sie ist somit auch eher weniger geeignet, um den Verlust der Arbeitskraft abzusichern.

  • Sinnvoll als Alternative deshalb auch nur, wenn keine BU-Versicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung möglich ist.

Interessant sein kann die Invaliditätsversicherung auch für Menschen, die nicht berufstätig sind und sich für den Fall einer Invalidität schützen wollen, ohne dabei auf die Absicherung ihrer Arbeitskraft abzustellen.

Wann und in welcher Höh zahlt die Invaliditätsversicherung?

Der Leistungsfall tritt ein, wenn die Invalidität dauerhaft festgestellt wird. Außerdem muss der Grad der Behinderung mindestens 50 Prozent betragen. Die Ermittlung des Invaliditätsgrads hängt unter anderem vom Alter des Versicherten ab.

  • Bei Kindern führt der Verlust eines Arms zum Beispiel zu einem Behinderungsgrad von 100 Prozent, während dies bei Erwachsenen nicht so sein muss.

Die volle Versicherungssumme wird gezahlt, wenn ein Invaliditätsgrad von 100 Prozent erreicht wird. Sofern er weniger als 100 Prozent beträgt, wird auch die Einmalzahlung im entsprechenden Verhältnis gekürzt.

Ist eine Progression für den Fall der Vollinvalidität vereinbart, vervielfacht sich die Leistung im jeweiligen Verhältnis.

Kosten Invaliditätsversicherung

Die Höhe der Kosten richtet sich vor allem nach der vereinbarten Versicherungssumme. Je höher die Einmalzahlung oder die Rente pro Monat, desto höher ist auch der monatliche Beitrag.

Viele Versicherer führen eine Risikoprüfung anhand der Gesundheitsfragen durch, bevor sie den Antrag des Versicherten annehmen. Allerdings ist das nicht bei allen Versicherern der Fall. Einige Gesellschaften nehmen eine Invaliditätsversicherung auch ohne Risikoprüfung an.


Multi-Risk-Versicherung als Alternative zur BU

Unter einer Multi-Risk-Versicherung versteht man eine Kombination aus verschiedenen Bausteinen. Meist ist eine Absicherung gegen den Verlust der Grundfähigkeiten, gegen schwere Krankheiten, gegen Unfälle und gegen den Pflegefall enthalten.

Die Multi-Risk-Versicherung kann sinnvoll sein, wenn jemand keine BU-Versicherung erhält, weil er einen Risikoberuf ausübt. Diese Versicherung ist allerdings weniger als Absicherung bei einem Verlust der Arbeitskraft gedacht und ist deshalb auch nur eine eingeschränkte Alternative.

Wann und in welcher Höhe zahlt die Multi-Risk-Versicherung?

Der Versicherungsfall wird abhängig nach dem jeweiligen Versicherungsmodul festgestellt. Für die Grundfähigkeitsrente muss zum Beispiel eine oder mehrere versicherte körperliche Fähigkeit in einem bestimmten Umfang für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr verloren sein.

  • Das heißt, dass der Versicherte zum Beispiel nicht mehr sehen oder sprechen kann.
  • Für den Schwere-Krankheiten-Modul muss eine der versicherten schweren Erkrankungen in einem bestimmten Schweregrad festgestellt werden,
  • für die Unfallversicherung muss ein Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen vorliegen,
  • und die Invalidität muss für einen längeren Zeitraum diagnostiziert werden. Der Invaliditätsgrad muss außerdem mindestens 50 Prozent betragen.
  • Die Zahlung einer Pflegerente hängt davon ab, ob ein Pflegegrad festgelegt wurde. Einige Tarife sehen bereits ab Pflegegrad 1 eine Einmalzahlung vor, bei anderen muss ein Pflegegrad 2 oder 3 festgestellt sein, damit die Rente gezahlt wird.

Gezahlt wird jeweils die vereinbarte Rente. Bei der Dread-Disease-Versicherung wird meist eine Einmalzahlung gewährt, ihre Höhe ist in der Regel auf maximal 12 Monatsrenten beschränkt.

Auch bei der Unfallversicherung kann als Alternative zur Unfallrente eine Einmalzahlung vereinbart werden. Die volle Versicherungssumme wird nur bei einer Invalidität von 100 Prozent gezahlt.

Liegt der Invaliditätsgrad darunter, wird die Leistung gekürzt. Ist für diesen Baustein eine Progression bei Vollinvalidität vereinbart, steigt die Versicherungsleistung im entsprechenden Verhältnis.

Kosten der Multi-Risk-Versicherung

Die Kosten richten sich wie bei allen voran genannten Versicherungen nach der jeweils vereinbarten Versicherungsleistung. Je höher die Summe der Leistung im Schadensfall, desto höher der monatliche Beitrag.

Der Versicherer führt vor der Annahme des Antrags in der Regel eine Risikoprüfung durch. Dazu stellt er im Antrag mehrere Gesundheitsfragen, die vollständig beantwortet werden müssen. Allerdings ist die Gesundheitsprüfung weniger umfassend als bei einer BU-Versicherung.


Dienstunfähigkeitsversicherung Beamte

Die Dienstunfähigkeitsversicherung ist für Beamte keine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern die erste Wahl! Trotz Pension und Ruhegehalt ist eine zusätzliche Versicherung gegen die Risiken der Arbeitsunfähigkeit auf für Beamte sinnvoll und wichtig.

Denn nur mit der sogenannten echten Dienstunfähigkeitsklausel bietet die BU-Versicherung für Beamte eine sinnvolle Absicherung gegen Dienstunfähigkeit.